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Wichtige Infos über geflochtene Angelschnüre

Werte Angler-Kunden!

Die nachfolgenden Ausführungen mögen dem interessiertem Leser vielleicht etwas langatmig und umfangreich
vorkommen.
Wir haben hier jedoch alle wissenswerten Informationen über Geflechtschnüre
zusammengetragen, die vielen (Waller-)Anglern unbekannt sein dürften.

Wir wünschen viel Spass beim Lesen! 

 

Wissenswertes über geflochtene Angelschnüre:

moderne Geflechtschnüre - die neue Generation von Angelschnüren für alle Angelarten

1. Historie

Geflochtene Hochleistungsschnüre gibt es seit ca. 20 Jahren am Markt. Diese sind bei uns in Deutschland hauptsächlich bekannt geworden unter dem Namen "Dyneema®-Schnüre", obwohl dies lediglich der Markenname des niederländischen Weltmarktführers DSM für diese äußerst feine Polyethylen-(kurz: UHMPE-)Faser ist. 
Der Markenname in Nordamerika für solche Schnüre ist "Spectra", hergestellt von der Fa. Honeywell.
Bei den Produkten beider o.a. Hersteller handelt es sich um Kunstfasern mit ähnlichen Eigenschaften.
Qualitativ ist aber das Material von DSM(Dyneema) dem von Honeywell(Spectra) überlegen.

Dyneema®-Fasern sind extrem hoch verstreckt und damit äusserst reißfest.
Deshalb sind diese geflochtenen Schnüre zum Spinnfischen, Meeresangeln, zum stationären Waller-Angeln/Waller-Spinn- und Vertikalangeln, Raubfisch-Angeln und auch zum Karpfen-Angeln auf grössere Distanzen besonders geeignet.
Kurzum gesagt, sie finden zwischenzeitlich bei fast allen Angelarten Verwendung.

Davon hat die Angel-Fischerei in hohem Masse profitiert.
 

2. Herstellung

Geflochtene Angelschnüre im Niedrigpreis-Segment werden vielfach aus einfacheren Polyester-Fasern
hergestellt, die als Rohstoff viel billiger sind, als die teuren Dyneema®-Fasern, aus denen nur der Grundfaden
dieser Billigschnüre besteht.
Die Polyester-Fasern haben im Vergleich zu den Dyneema®-Fasern ein unterschiedliches Dehnungsverhalten.

Die Herstellung von Qualitätsschnüren verteuert sich noch wesentlich durch das sehr aufwendige Herstellungsverfahren mit geringem Produktionsausstoß. (pro Stunde nur wenige Meter!)
Schnellflechtungen erlauben zwar eine deutlich höhere Produktivität und damit niedrigere Preise, aber größere Flechtpunktabstände und auch einfachere Flechtverfahren mit Billigmaterialien verschlechtern die wichtigen Eigenschaften einer Flechtschnur.
Diese Schnüre sind zwar teilweise wesentlich günstiger aber auch flach geflochten.
Im Fliesswasser, beim Spinnfischen und auch beim Absinken des Köders macht sich immer der flache/breitere Querschnitt sehr störend bemerkbar!

Die großen Flechtpunktabstände billiger Flechtschnüre erzeugen beim Werfen ausserdem eine größere Reibung. Solche Schnüre nehmen auch deutlich mehr Schmutz und Wasser auf, weshalb sie aufquellen und dadurch deren Handhabung erschwert wird.
Dies aber ist kontraproduktiv beim Spinnfischen, denn gerade hier ist guter Kontakt zum Köder absolut wichtig.
Schwere, nasse Schnüre erschweren eine gute Köderpräsentation und insbesondere einen gefühlvollen Kontakt zum Köder erheblich.

Die für den Angler ideale Flechtschnur ist daher rund und eng geflochten und wird aus 100% Dyneema® hergestellt.
Diese Vorgaben an eine wirklich runde, eng geflochtene Schnur wird durch die "Raptor® - Braided Fishing Line" erfüllt.
Diese Hauptschnur in der Originalfarbe weiss hat eine deutlich höhere Sichtbarkeit in den verschiedenen Angelbereichen, insbesondere beim Spinnfischen, aber auch beim stationären Wallerangeln, da die Angelschnur ja Kontakt-/Bissanzeige und Köderkontrolle in einem ist.


3. Eigenschaften
/Kaufentscheidung

Geflechtschnüre sollten nicht nach den angegebenen linearen Tragkräften und Durchmesserangaben gekauft werden!
Nirgendwo sonst im Angelzubehör-Bereich wird der Kaufinteressent(Angler) so in die Irre geführt!
Deshalb sollte die Schnur der Wahl vor dem Kauf möglichst zwischen den Fingern hin und herdreht werden.
Lässt sich die Schnur zwischen den Fingern rollen, ist die Flechtung ok, (eng und rund) gleitet sie nur, sollte man vom Kauf Abstand nehmen.
Wer einmal mit einer sehr guten Flechtschnur gefischt hat, wird ein ganz anderes Schnurgefühl erleben, da diese Schnüre extrem dehnungsarm, superdünn und angenehm weich sind.

Trotz hoher Tragkraft sind Geflechtschnüre deutlich dünner als Monofil.
Die überragende Lebensdauer einer geflochtenen Angelschnur ist in der extrem guten UV-Beständigkeit begründet.
Außerdem erzeugen kleinste Beschädigungen an geflochtenen Schnüren kaum oder weniger starke Tragkraftverluste als bei Monofilen.
Mit diesen Vorteilen für Geflechtschnüre aus Dyneema®-Fasern sind die anfänglich höheren Anschaffungskosten der bessere und langfristig gesehen, auch der günstigere Weg für eine effektive Fischerei.
Man sollte dabei jedoch beachten, dass die meisten Oberflächenbehandlungen von Flechtschnüren
nicht wirklich gut und von Dauer sind, da durch den Schutzmantel(Coating) die Schnur nur dicker aufträgt,
jedoch nicht effektiv zur Reißfestigkeit beiträgt.
Die Beschichtung verschleißt ausserdem mit der Zeit und derartige Schnüre wirken bereits nach kurzer Zeit so steif
wie Draht, wobei die Tragkraft schneller nachlässt als bei Flechtschnüren ähnlichen Durchmessers ohne Beschichtung.
Durch die Beschichtung/Coating und auch Wachsen, ist meist herstellungsbedingt der Schnurkern
(Schnurseele) dünner, um bei einem entsprechenden Durchmesser diesen nicht noch dicker erscheinen
zu lassen.
Meist ist jedoch bei genauerem Hinsehen/Messen/Vergleich mit unbehandelten Schnüren gleichen
Durchmessers, ein dickerer Schnurumfang zu erkennen.

Hat die Flechtschnur trotz Oberflächenbehandlung/Coating dennoch den angegebenen Durchmesser,
muss man davon ausgehen, dass der Schnurkern selbst nicht dem angegebenen Durchmesser
entspricht, was sich dann auch in der Knoten-Tragkraft und in der Abriebfestigkeit bemerkbar machen wird.
Wird nun die Oberflächenbeschichtung beschädigt, ist der Schnurkern nicht mehr geschützt und kann
dann an dieser Stelle beim Drill eines Kapitalen auf Biegen und Brechen reissen.
Ausserdem verklebt durch die Beschichtung/Wachsen die Schnur auf der Spule bei warmem Wetter
im Sommer regelrecht und läuft dann nicht mehr glatt von der Rolle.
Oftmals wird durch die Beschichtung/Coating/Schutzschicht eine lockere Schnurflechtung verdeckt und
ausserdem verschleisst die Schutzschicht relativ schnell.

Diese Silikon-Versiegelung hält nicht unbegrenzt, man muss ständig nachkontrollieren und wenn sie beschädigt ist, dann ist schleunigst Wechseln angesagt.

Über die Vorteile geflochtener Schnüre braucht man nicht viel zu sagen, wir sehen als Nachteil deren „Durstfreudigkeit“, auch bei hochwertigen Produkten. Hier ist die Versiegelung sehr dünn und nach mehrmaligem Gebrauch dringt Wasser durch's Geflecht und bleibt dann auch drin.
Irgendwann beginnt dann die Rolle regelrecht zu tropfen und man bekommt nasse und klamme Hände. Dies ist besonders in der kalten Jahreszeit kein tolles Gefühl.
Übrigens:  Genau diese Wasseransammlung ist eine der Hauptursachen für die Bildung von sog. „Perücken“.

und:  Wenn im der kälteren Jahreszeit dann diese Schnüre durch Wasseransammlungen innerhalb des Geflechts   gefrieren, werden die Fasern steif und brechen bzw. reissen ein. Dies ist dann die Hauptursache für urplötzliche Schnurbrüche.

Eine zusätzliche Beschichtung einer Flechtschnur aus 100% Dyneema ist nicht nötig, da die einzelnen Dyneema-Fasern bereits bei der Herstellung mit einer Schutzschicht versehen werden.
Ebenso können reine Dyneema-Fasern nicht eingefärbt werden. Denn die "Einfärbung" geschieht nur durch

Anbringung von Farbpigmenten auf der Oberfläche. Diese haften aber dort nicht dauerhaft an, weshalb schon nach kurzem Gebrauch am Wasser die Schnur deutlich heller wird.
Unterschiedliche Tragkräfte einer eingefärbten Geflechtschnur können von der Wärme-Behandlung vor der Einfärbung herrühren. Dabei können durch die Temperatur Teile der verwendeten Fasern porös und somit dann brüchig werden.
Fakt ist, je dunkler die Farbe der eingefärbten Schnur, um so höher die Tragkraft.
Aufgrund von Schnurtests hat die Farbe "GRÜN" anscheinend die höchste Tragkraft.
Dies hängt natürlich auch mit der Zusammensetzung der verwendeten Farbstoffe zusammen. 


Fazit: Es ist nicht notwendig, eine Schnur einzufärben und es ist gleichzeitig eine Tatsache, dass bei durchgeführten Tests die unbehandelten Schnüre eine durchweg höhere Tragkraft aufwiesen, als die eingefärbten. 
Ausserdem bringt das Einfärben einer Angelschnur keine besseren Fangergebnisse und wirkt sich somit nicht positiver auf das Beissverhalten der Zielfische aus.

Ausserdem sollte noch beachtet werden, dass bei Flechtschnüren die erstaunlichen Durchmesser-/Linear-Tragkraftangaben immer mit größter Vorsicht zu genießen sind!
Die für den Angler relevante Tragkraft ist ohnehin nur die Knotentragkraft!  
Die Kaufentscheidung des Anglers sollte daher neben der Flecht-/Schnurqualität auch immer
Knotentragkraft und Abriebfestigkeit
miteinschliessen!
In Deutschland ist es übrigens Usus, dass auf den Schnur-Verpackungen ausnahmslos die lineare Tragkraft angegeben wird, die jedoch etwas praxisfremd ist. In England oder den USA beispielsweise, wird bei Angelschnur immer die sogenannte Nassknotenfestigkeit angegeben.
Beim Vergleich der Tragkräfte von Angelschnüren aus dem anglo-amerikanischen Raum mit “deutscher Schnurangabe” sind diese mit dem Faktor 1,3 zu multiplizieren.
Umgekehrt bedeutet das für eine "Angelschnur mit linearer Tragkraftangabe": diese ist durch den Faktor 1,3 zu dividieren, dann erhält man die Nassknotenfestigkeit/-tragkraft.
Diese ist i.d.R. deutlich schlechter als die Festigkeit/Tragkraft des Knotens einer trockenen Angelschnur.
Als Faustformel kann gelten, dass die Nassknoten-Festigkeit/-Tragkraft einer Angelschnur ca. 30% - 40% schlechter ist, als die Linear-Tragkraft, je nach Qualität.
Somit hat z.B. eine Schnur, die eine lineare Tragkraft von 50 kg hat, eine Nassknotenfestigkeit(die ja für die Praxis von grösster Bedeutung ist) im günstigen Falle von 35 kg.
Und: Je mehr Schnur sich abgespannt draussen befindet, desto höher ist der Druck auf die Schnur.
Hier können bereits kleine Schnurbeschädigungen zum Schnurbruch führen.

Bei Schnüren, die eng und rund geflochten sind, befindet sich infolge von mehr Flechtpunkten(eng geflochtene Schnur)  weniger Schnur vom Faserbündel an der Aussenseite, weil hierbei die Flechtabstände kürzer sind.
Dadurch erhöht sich der Abriebwert, d.h., die Schnur wird abriebfester, minimal härter und hat etwas weniger Tragkraft. Die Schnur staucht sich dabei leicht auf, wirkt also objektiv etwas dicker.
Sie nimmt aber weniger Wasser auf und es können sich kaum Schmutzteilchen zwischen den einzelnen Flechtpunkten ansammeln.
Je weniger Flechtpunkte(locker geflochtene Schnur) vorhanden sind, desto mehr Schnur vom Faserbündel befindet sich auf der Aussenseite.
Die Schnur hat dann zwar mehr Tragkraft und wirkt durch die lockere Flechtung auch etwas weicher, aber die Faserstränge reiben sich schneller ab, d.h. die Abriebfestigkeit leidet darunter.
Ausserdem nimmt sie mehr Wasser auf und zwischen den einzelnen Flechtpunkten können sich Schmutzteilchen festsetzen.
Eine optimale Qualitäts-Geflechtschnur muss demnach drei wichtige Komponenten berücksichtigen:
Abriebfestigkeit - Knotentragkraft - Handling

Aus der gleichen Menge Rohmaterial bei locker geflochtenen Schnüren(weniger Flechtpunkte) können natürlich mehr Schnur-Meter hergestellt werden.
D.h., im Umkehrschluss werden von derselben Menge Rohmaterial bei enger Flechtung mit mehr Flechtpunkten weniger Schnurmeter hergestellt.
Dies wiederum bedeutet aber auch, dass von der Schnur mit weniger Flechtpunkten(flache lockere Schnur) mehr Meter auf die Angelrolle aufgespult werden können, da diese sich auf der Spule flach anlegt, also nicht so aufträgt, wie eine Schnur mit mehr Flechtpunkten,(rund und eng geflochten) die sich aufstaucht, d.h., dann dicker aufträgt.
Dies ist dann auch schlussendlich eine Frage des Herstellungspreises.
Die Wicklungen einer flachen und locker geflochtenen Schnur können auf der Rolle eineinander einschneiden, während sich die Windungen einer rund und eng geflochtenen Schnur sauber nebeneinander verlegen und daher auch leichter von der Spule ablaufen.

Schnüre, die lose geflochten und unrund sind, werden häufig mit einem Coating versehen.
Trotzdem ist hier die Abriebfestigkeit deutlich geringer, als bei rund und eng geflochtenen Schnüren.
Eine solche Ummantelung/Coating kann nie die hochelastische Schlagzähigkeit von UHMWPE-Fasern(Dyneema
®)
erreichen.
Desweiteren haben diese Schnüre eine deutlich kürzere Lebensdauer.
Der an sich schon geringe Memory-Effekt von UHMPE-Fasern wird noch geringer, je runder, kompakter
und fester die Schnur geflochten ist.
Wenn solche Schnüre jedoch mit einer(m) Ummantelung/Coating versehen sind, ist der Memory-Effekt
(Verdrallen der Schnur) höher.

Merke: Je kompakter, runder und fester eine Schnur geflochten ist, desto abriebfester ist sie auch, ein Coating(Ummantelung) ist hier nicht notwendig.

Neben den anderen Vorteilen von Flechtschnüren aus 100% Dyneema®, wie sehr hohe UV-Beständigkeit, kaum Dehnung(2-3%), hohe Weichheit, Abriebfestigkeit, Salzwasser-Beständigkeit, wäre hier noch zu erwähnen, dass eine solche Flechtschnur (falls sie eng und rund geflochten ist, wie die "Raptor® braided fishing line") fast kein Wasser aufnimmt.(<1%)
Eine Flechtschnur aus reinem Dyneema® schwimmt im Oberflächenfilm des Wassers, was sich bei einem Anhieb über grössere Distanzen positiv beim Fischkontakt bemerkbar macht.
D.h., 
der Anhieb bei Fischkontakt und auch das "aus dem Wasser bringen" der Schnur auf grössere Distanzen wird ganz wesentlich erleichtert.
Denn schwere, nasse Schnüre erfordern einen hohen Kraftaufwand auf Distanzen beim Angler.
Diese geringe Wasseraufnahme ist jedoch auch ein nicht zu unterschätzender Vorteil beim Angeln in der kalten Jahreszeit, da diese Schnur kaum Wasser zu den Schnurringen transportiert und somit ein Vereisen der Rutenringe weitestgehend vermieden wird. Somit bietet sie eine echte Alternative zur Mono-Schnur im Winter oder auch in der kälteren Jahreszeit.
Tipp: Den Spitzenring zusätzlich mit Vaseline einschmieren, dann gehört das Vereisen der Vergangenheit an.

Auch sollte der Angler, der mit den modernen Geflechtschnüren fischt, lernen, diese Schnüre zu interpretieren/beurteilen.  
Dazu nimmt man ca. 10-15 cm einer Flechtschnur und zwirbelt diese solange zwischen Daumen und Zeigefinger hin und her, bis man die einzelnen Schnurstränge herausziehen kann.
Nachdem man auf diese Weise die Stränge sozusagen entwirrt hat, kann man nun feststellen, ob die Angaben des Schnurherstellers stimmen:
Dies bezieht sich auf die Anzahl der Stränge, deren Durchmesser(Strang-Durchmesser alle gleich oder verschieden), alle Stränge gleich fest oder verschieden(was dann auf ein Mischgeflecht aus Dyneema®-Fasern und Polypropylenfasern(Polyesterfasern) schliessen lässt.
Die Polyesterfasern sind sehr viel billiger als Dyneema®-Fasern und lassen sich leicht von Hand zerreissen, während dies bei Dyneema®-Fasern nicht möglich ist.
Deshalb Vorsicht bei den Angaben 
"Geflecht aus Dyneema®".
Es kann sich dabei auch um ein Mischgeflecht aus Dyneema® und Polyesterfasern handeln, wobei hier nur der sog. "Kernfaden" aus Dyneema®-Fasern besteht.
Nur eine Geflechtschnur, die aus reinem Dyneema® hergestellt ist, besteht zu 100 % aus Dyneema®-Fasern.
 

4. Schnur-Infos

Ferner ist auch noch wichtig zu wissen, dass, wenn eine geflochtene Angelschnur reisst, dies im Regelfall am Knoten der Fall ist.
Es erscheint jedoch so, als ob dies einige cm oberhalb des Knotens passiert ist.
Dies erklärt sich damit, dass bei extremer Belastung an der Grenze der Tragkraft, die einzelnen Schnurstränge ineinander einschneiden und sich somit regelrecht "aufhängen".
Dabei ziehen sie sich zusammen bzw. rollen sich innen auf.
Dann reisst ein Strang nach dem anderen, bis es dann schliesslich zum Schnurbruch kommt.
Falls eine andere Stelle in der Schnur den Schnurbruch verursacht hat, ist dies in den allermeisten Fällen auf eine Beschädigung der Schnur-Oberfläche oder sonstige Überbeanspruchung/Überdehnung zurückzuführen.
Dies kann auch der Fall sein, wenn beim Angeln, vor allem mit dünneren Geflechtschnüren, kräftig und ohne
Spannung in die lockere Schnur angeschlagen wird, also ohne direkten Fischkontakt.
Durch hier plötzlich auftretende unkontrollierte Spannungsspitzen kann die Hauptschnur an der
Stelle, die dabei am meisten überdehnt wird, mit einem lauten Knall reissen.
Den Praxistest kann jeder selbst machen!!!

Bei einem unlösbaren Hänger sollte auch beachtet werden, dass man die Schnur abschneidet und nicht
von Hand oder sonstwie abreisst. Dies ist vom Ufer aus natürlich schwierig zu bewerkstelligen, wenn nicht sogar
unmöglich. Eine wichtige Hilfe ist dabei der sog. "Köderretter", der separat an einer dicken Schnur befestigt ist und
dann einfach in die Hauptschnur eingeklinkt wird. Er gleitet dann auf der Hauptschnur wie in einem Fahrstuhl zum hängengebliebenen Köder hinab. Die am Köderretter befestigten Ketten verfangen sich dann im hängengebliebenen
Köder. Durch kräftige Rucke mit der separaten Köderretter-Schnur bekommt man den Köder dann in den meisten
Fällen wieder frei.

Nach dem gewaltsamen Abreissen eines Hängers sollte die Geflechtschnur im vorderen Teil zur Sicherheit um mindestens 3-5 Meter eingekürzt werden..
Wird dies nicht beachtet, werden die überdehnten Schnurfasern/einzelnen Schnurstränge, äusserlich für den Angler nicht sichtbar, bei hoher/extremer Belastung im Drill unweigerlich reissen.


Nach jedem Drill eines Fisches sollten deshalb immer die vorderen Schnur-Meter auf evtl. Beschädigungen überprüft und falls notwendig, die Schnur eingekürzt werden. Dies ist vor allem n
otwendig in hindernisreichen Gewässern.
Das Gesagte gilt umso mehr fürs Vorfach, da dies am meisten beansprucht wird.
Deshalb sollte dieses nach jedem Drill genauestens überprüft und erforderlichenfalls ausgetauscht werden.

Geflechtschnüre aus reinem Dyneema® lassen sich nicht einfärben, d.h., die Farbe wäscht sich mit der Zeit wieder aus.
Schon nach kurzem Gebrauch am Wasser wird die Schnurfarbe bereits deutlich heller.
Ausserdem kann durch ein unsachgemässes Einfärben bei zu hohen Temperaturen, die Qualität einer 
Geflechtschnur/Tragkraft gemindert werden.

5. Reelle Tragkraftangaben für geflochtene Schnüre: 

Diese Tabelle mit ehrlichen Durchmesser-/Tragkraftangaben für geflochtene Schnüre stammt von der Fa. Stroft, wird aber von dort nicht mehr publik gemacht, weil wohl Wettbewerbsnachteile befürchtet werden, wenn ihre Angaben mit den gemogelten anderer Hersteller verglichen werden.
Es gibt natürlich schon Unterschiede zwischen den geflochtenen Schnüren einzelner Hersteller.
Aber da alle praktisch das gleiche Material verwenden, sind die Durchmesserunterschiede letztendlich nicht sehr gross. Beschichtungen erhöhen natürlich den Durchmesser. Lockere Flechtung, die man sowieso meiden sollte, erhöht zwar den Durchmesser optisch, aber kaum das Volumen der Schnur, wenn's z.B. um die Kapazität einer Rolle geht.
Jedenfalls ist die unten aufgeführte Tabelle unserer Meinung nach ein viel besserer Anhaltspunkt für Durchmesser und Tragkraft einer Geflechtschnur, als die Angaben auf der Packung der verschiedenen Hersteller.

 

 

Tragkraft

Kg

 

Durchmesser

1/100 mm

3

15

4

18

6

20

8

22

10

25

12

28

16

30

20

35

26

40

32

45

38

50

47

55

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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