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Wichtige Tipps zu geflochtenen Angelschnüren

 Tipps zum Gebrauch von Geflechtschnüren:

1. Qualitativ hochwertige Geflechtschnüre aus 100% Dyneema® sind immer sehr glatt und geschmeidig.
    Deshalb lassen sie sich nicht wie herkömmliche Schnüre knoten.

   
Hier eine Auswahl von Top-Knoten für Flechtschnüre:

  • Raptor®-Knoten/San Diego Jam Knoten/Reverse clinch
  • Offshore-Knoten/Katzenkralle/Dynacrown Knoten
  • Verbesserter Clinch Knoten
  • Duncan-Loop-Knoten
  • Verbesserter Grinner Knoten
  • Kramer Knot
  • Jankowski Knoten
  • Eugene Bend Knot
  • Homer Knoten
  • Flämisches Auge + Klemmhülsen/Achterknoten für starke Mono-Vorfächer
  • Grinner-Spulenknoten

    Hierbei werden ca. 90% der linearen Tragkraft erreicht.


    Noch ein Tipp:  Vor dem Zusammenziehen des Knotens muss eine Geflechtschnur nicht unbedingt angefeuchtet werden, da hier im Gegensatz zur Monofilschnur nur geringe Reibungshitze beim Knotenbinden entsteht.
    Wir meinen jedoch, dass auch hier ein Anfeuchten(z.B. mit Spucke - "Anglerfett") dennoch von Vorteil ist.


    Die einzelnen Bindeschritte für die o.a. Schnurknoten für multifile Schnüre/Geflechtschnüre können der ausgezeichneten Homepage von A.Glock unter  www.angelknotenpage.de  entnommen werden.


    Praxis-Tipp: Umsteiger von Monofil auf Geflechtschnüre sollten unbedingt darauf achten, dass
    Geflechtschnur-Knoten nicht wie Monofilschnur-Knoten gebunden werden dürfen, da diese ansonsten
    entweder durchrutschen oder reissen.
    Dies erklärt sich daher, dass die Oberfläche von Geflechtschnüren viel glatter ist, als die von Monofil.
    Dazu haben Geflechtschnüre kaum Dehnung im Vergleich zum Monofil, das durch den Gummiband-Effekt noch eher eine unsaubere Knotenbindung verzeiht.
    Dies gilt uneingeschränkt um so mehr, je dünner der Durchmesser einer Geflechtschnur ist.

     

         Alternativen:

  • man spleisst die Hauptschnur an einen Wirbel oder an eine vorgeschaltete Schlagschnur in gewünschter Schnurstärke an und erhält hierbei 100% Tragkraft(nur möglich bei spleissbaren Geflechtschnüren!) 

  • Bei spleissbaren Wallervorfächern ist das Anspleissen an Wirbel und Haken möglich!
    (Bildanleitungen zum Spleissen siehe "www.wallerforum.com" unter dem Suchwort "spleissen")

  • man bindet den sogenannten "Bimini-Twist" als Verbindungsknoten.(bei stärkeren Schnurdurchmessern)
    Hiermit erreicht man eine eine ca. 90%ige Knotenfestigkeit.
    (Dieser Knoten bildet somit die Sollbruchstelle. Im Falle eines Hängers reißt die Schnur dort und das Risiko
    eines evtl. kompetten Schnurverlustes ist ausgeschlossen)
  • man benutzt zur Befestigung eines Vorfachs, Wirbels usw. einen sogenannten "Knotenlos-Verbinder",
    der eine fast 100% Reissfestigkeit bietet



    2.  Eine Flechtschnur sollte straff und nass, nicht trocken! und am besten von Hand, nicht mit Spulgerät!,
    (dieses spult die Schnur anders und enger auf) auf die Rolle aufgespult werden.

    Diese sollte jedoch zuvor, wie übrigens auch Monofilschnur, für ca. 24 Stunden in Wasser eingelegt werden.
    Dies ist deshalb unbedingt erforderlich, da sich geflochtene Schnüre bei Nässe stark zusammenziehen
    und man deshalb mehr Schnur auf die Rolle bekommt.
    Dies alles ist im Ladengeschäft leider nicht möglich.
    Man sollte bei einer maschinellen Aufspulung auch beachten, dass die Geflechtschnur vom Verkäufer nicht in High-Speed-Geschwindigkeit auf die Rolle aufgespult wird, da hierbei die wärmeempfindlichen Fasern zu starker Hitze ausgesetzt werden, sodass sie brüchig werden können und die gerade gekaufte Geflechtschnur dann bei der nächsten grösseren Beanspruchung reissen kann!
    Eine Geflechtschnur kann sich so extrem bei Nässe zusammenziehen, dass man hinterher der Meinung ist,
    man habe eine wesentlich dünnere Schnur aufgespult.
    Die Schnurspule wird dabei am besten in einen halbvollen Wassereimer gelegt.
    Vorteile: Schnurspule kullert nicht überall hin - Schnur ist komplett nass und auf Spannung.
    Dann gut spannen beim Aufspulen!

    Alternative:
    Die Geflechtschnur wird durch einen nassen Schwamm oder Tuch gezogen und unter Spannung aufgespult.
    Bei trockener, maschinenaufgespulter Geflechtschnur steht diese nach Gebrauch, wenn sie nass ist, über den Spulenrand über und muss dann eingekürzt werden.
    Wenn die Schnur zu locker aufgespult wurde und die Wicklungen ineinander einschneiden, kann es unter
    Umständen zur gefürchteten Perückenbildung kommen. (Dies kann aber auch der Fall sein, wenn eine sehr
    flach geflochtene Geflechtschnur aufgespult wird)

    Als Unterwicklung kann man einige Lagen 0.40-0.50 mm starkes Monofilament nehmen und dieses dann
    mittels Grinner-Konten mit der Flechtschnur verbinden.
    Das hat den Vorteil, dass man hier eine Sollbruchstelle hat, sodass im schlimmsten Falle nur die Hauptschnur
    verloren ist.
    Ein weiterer Vorteil ist, dass das Geflecht bei Zug nicht auf der Rolle durchrutschen kann.
    Oder(unsere Methode): man kann breites Krepp-/Tapeband auf den Spulenkern aufbringen und damit die Geflechtschnur vor dem Durchrutschen sichern.
    Denn wenn diese durchrutscht, wird die Rollenbremse ausser Kraft gesetzt und kann hierbei beschädigt werden!
    Die ersten Würfe nach dem Aufspulen sollten deshalb immer unter Spannung wieder straff auf die Rolle
    aufgespult werden. Erst danach können kräftige Auswürfe erfolgen.
    Für Geflechtschnüre eignen sich besonders gut Stationärrollen mit verzögertem Spulenhub (Wormshaft-Getriebe) und gleichmäßigem Schnureinzug, ebenso natürlich auch Multirollen.

    3. Geflochtene Angelschnüre sind sehr dehnungsarm, was große Vorteile beim Anhieb und in der
    Köderkontrolle bietet.
    Auf kurze Entfernung und in der Endphase eines Drills kann dies jedoch zum Problem werden.
    Dem kann durch entsprechende Einstellung der Rollenbremse und durch Vorschalten einiger Meter Monofil als Schockabsorber, entgegengewirkt werden. (Beim Karpfenangeln auf grössere Distanzen je nach Entfernung
    zwischen 10 - 40 Meter Mono/Beim Spinnangeln auf Raubfische genügt in der Regel 1 bis 1,5 Meter Mono als Vorfach)
    Dies trägt insbesondere dazu bei, dass auch heikle/scheue Fische gehakt und sicher gelandet werden können.
    Die Dehnung des vorgeschalteten Mono-Vorfachs ist immer nützlich und auch wichtig für den Drill stark kämpfender Fische. Ausserdem bietet es einen gewissen Abreiss-Schutz bei zu kräftig durchgeführten Würfen
    und kann auch wie ein Katapult wirken, was noch weitere Würfe ermöglicht.

    4. Geflechtschnüre aus Dyneema® bestehen aus vielen sehr dünnen, hoch molekular verdichteten Polyethylen- (UHMPE-)Fasern, die aufwendig verflochten wurden.
    Die Oberfläche dieser geflochtenen Angelschnur ist  "härter" als die monofiler Schnüre.
    Dadurch unterliegen die Schnurringe einer sehr starken Beanspruchung.
    Aus diesem Grund kommen als Schnurberingung nur Siliziumoxidringe(SIC-Ringe) in Betracht, da deren Einlage deutlich härter ist, als die der früher verwendeten weicheren Hardloy-Ringe(heute noch bei Billgruten in Gebrauch) und die Geflechtschnur daher nicht in die Ring-Einlage einschneiden kann.
    Die SIC-Schnurringe zeichnen sich  ausserdem durch eine lange Lebensdauer aus.
    Aufgrund der harten und glatten SIC-Einlage der Rutenringe werden deutlich grössere Wurfweiten mit weniger Kraftaufwand erreicht, da die Schnur reibungsloser durch die Ringe gleitet.

    5 Die geringe Dehnung(2-3%) der Geflechtschnur aus Dyneema®-Faser bedeutet zwar direkten Kontakt zum Köder/Fisch, aber auch deutlich größere Zerstörungskräfte.
    In der Regel sollten beim Einsatz geflochtener Angelschnüre Ruten mit weicheren Spitzen zum Einsatz kommen.
    Ein effektiver Anhieb ist dennoch möglich.
    Sehr harte Ruten in Verbindung mit sehr dünnen Flechtschnüren bergen das erhöhte Risiko eines Schnurbruchs durch unkontrollierbare, plötzlich auftretende Spannungsspitzen beim Wurf, Anhieb und in der Endphase des Drills.

    6. Beim Umsteigen von Monofil-Schnur auf Geflechtschnur sollte der Angler darauf achten, dass die Rollenbremse auf die Tragkraft der vorher gefischten monofilen Schnur eingestellt bleibt, trotz höherer Tragkraftwerte der Flechtschnur.
    Das heisst, wenn die bisherige Monofilschnur von z.B. 4 kg nun durch eine geflochtene Schnur von 9 kg ersetzt wird, so ist die bisherige Bremseinstellung von 4 kg beizubehalten.
    Nur so ist gewährleistet, dass Rute/Rolle/Schnur miteinander harmonieren und der Angler während eines Drills und vor allem in dessen Endphase, kurz vor der Landung des Fisches, keine böse Überraschung erlebt, mit der Folge, dass der gehakte Fisch verloren geht und schlimmstenfalls noch Rute/ Rolle in Mitleidenschaft gezogen werden.

    Ausserdem sollte beachtet werden, dass eine Geflechtschnur auf die Rollenspule aufgezogen wird, die auch der dort angegebenen Tragkraft für monofile Schnur entspricht.
    Ist z.B. die Rolle für eine monofile Schnur bis 7 kg ausgelegt, sollte auch ein Geflecht mit einer Tragkraft von nicht mehr als 7 kg aufgespult werden.
    Dies ist deshalb wichtig, da ein Geflecht nur eine minimale Dehnung hat und daher eine geflochtene Schnur mit einer höheren Tragkraft die Angelrolle beschädigen kann, da beim Anhieb das Geflecht mit einer höheren Tragkraft gegen die Rücklaufsperre schlägt.


    Expertentipp: Der Schnurdurchmesser einer Flechtschnur sollte um ca. 50% dünner gewählt werden, als der sich vorher auf der Spule befindlichen Monofilschnur.

    Eine geflochtene Schnur wirkt wie eine kleine Säge bei Hindernissen, denn ihre Oberfläche ist nicht so glatt wie die einer Nylon-Schnur; dennoch ist auch hier Vorsicht geboten !

    Wenn jedoch an Hindernissen geangelt wird, dann sollte eine Mono mit z.B. 4 kg Tragkraft nicht gegen eine geflochtene Schnur mit derselbenTragkraft ausgetauscht werden, sondern man sollte eine geflochtene Schnur mit einer höheren Tragkraft wählen,
    (hier im Bsp. 2,5-3-fach höher, also ca. 10-12 kg) da die geflochtene Schnur trotz höherer Tragkraft dünner ausfällt.
    Natürlich müssen dann auch Rute und Rolle der stärkeren Hauptschnur angepasst werden!
    Diese Durchmesser-/Tragkraft-Reserve ist bei solchen Hindernissen oft entscheidend.
    Es sollte aber dabei immer bedacht werden, dass für einen sicheren Drill des Fisches in erster Linie das Vorfach verantwortlich ist, nicht die stärkere Hauptschnur!

    Insbesondere beim Spinnangeln unter Verwendung eines Wirbels oder Knotenlos-Verbinders sollte unbedingt
    darauf geachtet werden, dass beim Einkurbeln der Schnur diese nicht in den Spitzenring gezogen wird und dabei kleine Beschädigungen verursacht, die man auf den ersten Blick u.U. gar nicht bemerkt.
    Wenn die Ringeinlage aufgerauht ist, kann dies beim Drill oder beim Auswerfen zum Schnurbruch durch hierbei
    entstandene scharfkantige Grate führen, egal ob man Monofil oder Geflecht verwendet.
    Deshalb darauf achten und öfter mal die Rutenringe kontrollieren!!

    Pflege von Geflechtschnüren

    Auch geflochtene Angelschnüre müssen müssen gepflegt werden, damit sie einwandfrei funktionieren und man möglichst lange Freude daran hat.
    Deshalb ist es nach längerem Gebrauch empfehlenswert, die Schnur mit Leitungswasser oder mit einem milden Spülmittel auszuwaschen oder diese durch einen feuchten Lappen ziehen. 
    Nach dem Trocknen können Sie Ihre Geflochtene mit einem entsprechenden Schnurpflegemittel o.ä. behandeln.
    Damit wird die Schnur von kleinsten Schmutzpartikeln gereinigt und mit einem schützenden, nicht fettenden Film überzogen.
    Bei Schnüren aus 100% Dyneema
    ®-Faser reicht bereits eine Reinigung mit einem mildem Spülmittel völlig aus, da diese bereits bei der Herstellung beschichtet wurden.

    Tipp: Überprüfen Sie regelmäßig die ersten 20 Meter Ihrer Schnur auf eine angeraute Oberfläche und/oder gerissene Einzelfäden. Falls nötig, sollte die beschädigte Schnurlänge abgeschnitten und die Montage erneuert werden.

    Eine wichtige Anmerkung zum Schluss: Geflochtene Angelschnüre sind nicht so abriebfest, wie Monofil.
    Diese Binsenweisheit sollte vom Angler in bestimmten Situationen am Wasser unbedingt beachtet werden.
    Dies gilt insbesondere für Hindernisse im Wasser.(Steine, Bäume, Äste ,Muscheln usw.)
    In jedem Fall sollte der Angler sein Equipment den Gegebenheiten am Wasser anpassen, d.h., in den o.g. Situationen sollte unbedingt entweder eine entsprechende Schlagschnur(Mono oder Geflecht) der geflochtenen Hauptschnur vorgeschaltet werden, da ansonsten bei zu dünner Hauptschnur Schnurbruch und Fischverlust drohen.
    oder: der Angler benutzt gleich eine entsprechend stärkere Hauptschnur.
    Fischt man z.B. mit einer geflochtenen 0.55er Hauptschnur, kann man bedenkenlos eine Schlagschnur mit einer Länge von mindestens 50 m in den Stärken 0.80 mm/0.90 mm/1.00 mm vorschalten oder man benutzt dann gleich eine Hauptschnur in den Stärken 0.70 mm - 0.80 mm.
    Die Schlagschnur wird entweder mit einem entsprechenden Schlagschnurknoten oder durch Spleissen mit der Hauptschnur sicher verbunden.
    Mitentscheidend über Fangerfolg oder Fischverlust ist natürlich ein korrekter und sauber gebundener Schnurknoten oder ein richtig durchgeführter Spleiss.
    Hier wird oftmals geschlampt. Am Schluss wundert man sich dann darüber, warum die Schnur gerissen und der Fisch weg ist.
    Dann wird oftmals die Schuld auf die angeblich mangelnde Schnurqualität geschoben und man vergisst dabei, dass  die Ursache selber mitgesetzt wurde.
    Also immer auch auf die Knotenqualität ein gesteigertes Augenmerk legen.
    Denn wir wollen ja nicht, dass immer mehr gepiercte Fische in unseren Gewässern herumschwimmen und u.U.
    elendiglich verenden!



    In diesem Sinne allzeit Petri Heil!!!
     

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