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Karpfenangeln/Feedern/Grundangeln

Karpfenangeln/Feedern/Grundangeln mit geflochtener Schnur

Auch beim Karpfenangeln sind in der Zwischenzeit multifile/geflochtene Schnüre immer mehr in Gebrauch, hauptsächlich beim Angeln auf grössere Distanz.
Aber auch auf kürzere Distanzen werden multifile/geflochtene Schnüre von immer mehr Karpfenanglern bevorzugt verwendet.

Der Hauptgrund besteht im direkten Kontakt mit dem Zielfisch.
Die Flechtschnur sollte aus hochwertigem Material(vorwiegend Dyneema) bestehen. Nur dann ist eine für diese Angelart ausreichende Abriebfestigkeit und Tragkraft bereits bei dünneren Durchmessern gewährleistet.
Das heisst, man kann mit viel dünneren Schnur-Durchmessern und gleichzeitig höheren Tragkräften, als mit monofilen Schnüren, angeln.
Das wirkt sich auch in den Wurfweiten (trotz evtl. vorgeschalteter Schlagschnur) aus.
Dies ist ausserdem von Vorteil in fliessenden Gewässern, da hier, bedingt durch den dünneren Schnurdurchmesser, der Strömungsdruck auf die Schnur viel geringer ist und deshalb weniger Geräusche erzeugt. 

Ein nicht zu unterschätzender Vorteil ist die Bissanzeige bei der Verwendung einer geflochtenen Schnur, im Gegensatz  zum Monofil.
Diese erfolgt durch die geringe Dehnung viel früher und direkter.
Das ist deshalb wichtig beim Angeln auf grössere Distanz, da hier viel früher mit dem Drill begonnen werden kann,
vor allem, wenn in der Nähe von Hindernissen geangelt wird.
Durch die Dehnung der monofilen Schnur kann der Fisch bereits in ein Hindernis geschwommen sein, bevor der Bissanzeiger auslöst.

Um den Nachteil der geringen Dehnung(kein Puffereffekt/geringere Abriebfestigkeit) der multifilen/geflochtenen Schnur weitestgehend auszugleichen, sollte eine monofile Schlagschnur(in der Regel ca. 0.25 mm - 0.40 mm höher als der Durchmesser der geflochtenen Hauptschnur, (z.B. Hauptschnur 0.20mm, Schlagschnur zw. 0.45mm - 0.60mm)
je nach Gewässerart) vorgeschaltet werden und verhindert in den meisten Fällen bei richtigem Drillverhalten ein Ausschlitzen des Hakens.
Neben dem Puffereffekt schützt eine vorgeschaltete Mono-Schlagschnur
übrigens auch noch wirksam vor Beschädigungen durch scharfkantigere Unterwasserhindernisse, wie Steine, Muscheln, etc..

Auf grössere Distanzen sollte deshalb ca. 20 m - 40 m monofile Schlagschnur vorgeschaltet werden, je nach 
Entfernung der Angelstelle.
Auf mittlere bis kürzere Distanz genügen in der Regel 2-3 Rutenlängen(ca. 10 m) als Puffer.
Die Schlagschnur ist auch deshalb empfehlenswert/wichtig, da ohne diese die Gefahr besteht, dass das weiche Geflecht den Karpfen beim Drill verletzen kann, indem es in einen Flossenstrahl oder den Fischkörper einschneidet.
Seine grosse Stärke spielt das Geflecht beim Angeln in stark verkrauteten Gewässern aus.
Hierbei wirkt die Flechtschnur im Gegensatz zum Monofil durch den Zug des Fisches wie eine Krautsense.

Beim Feedern/Grundangeln ist keine Schlagschnur erforderlich, da die hierbei eingesetzten Vorfächer als Puffer ausreichend sind.
Die Bissanzeige erfolgt auch hier mit geflochtener/multifiler Schnur viel früher und direkter
und:
Es können sehr dünne Hauptschnüre verwendet werden.
Hierbei bekommt man natürlich sehr viel mehr Schnurmeter auf die Rolle.

Die wasserabweisende Beschichtung der einzelnen Dyneema-Fäden bei der Herstellung unserer Specimen-Line wirkt
sich auch ausgesprochen positiv für die Winterangelei bei niedrigen Temperaturen aus.
Da die Leine kaum Wasser zu den Rutenringen transportiert, bleiben die Ringeinlagen weitgehenst vom Vereisen
verschont, was sonst immer sehr lästig ist, abgesehen davon, dass hierbei auch die Schnur selbst beschädigt werden kann.
Ein Tipp: Beim Angeln im Winter und auch in der kälteren Jahreszeit immer den Spitzenring mit z.B. Vaseline
einreiben. Dieses Vorgehen verhindert weitestgehend zuverlässig eine Vereisung der Rutenring-Einlagen.


Dennoch soll hier auch nicht unerwähnt bleiben, dass das Angeln mit multifiler/geflochtener Schnur auf Karpfen nicht unbedingt in die Hände von Angel-Neulingen aufgrund mangelnder Drill-Erfahrung gehört.
Denn ansonsten können Aussteiger bzw. Ausschlitzer die traurige Folge von falschem Drillverhalten sein, da die multifile/geflochtene Schnur selten Drillfehler verzeiht.
Diese Schnüre leisten jedoch drillerfahrenen Anglern sehr gute Dienste bei der Jagd nach ihrem Zielfisch.
Die grösste Gefahr eines Fisch-Verlustes besteht in der Endphase des Drills, kurz vor der Landung,
da hier von vielen Anglern mit stärker eingestellter Rollenbremse gearbeitet wird.
Wenn dann der Karpfen zur letzen kraftvollen Flucht ansetzt, kann dies zum Verlust des Fisches führen.
Eine Mono-Hauptschnur verzeiht im Gegensatz zu multifiler/geflochtener Schnur durch ihre Dehnung(wie ein Gummiband) solche Drillfehler.

Das Drill-Gefühl bei geflochtener Schnur ist jedoch ungleich intensiver/direkter, als bei einer Mono.
(bedingt durch den Gummiband-Effekt)
Welche Hauptschnur(Monofil/Geflecht) Verwendung findet, muss jeder Karpfenangler, entsprechend den
jeweiligen Umständen und seinem Können/seiner Erfahrung, für sich selbst entscheiden.

Die Fa. Raptor stellt keine sinkenden Geflechtschnüre her und unsere Testangler verwenden diese auch nicht bei ihrer
Angelei. Das hat verschiedene Gründe:
- sinkende Geflechtschnüre müssen zusätzlich beschwert werden, was jedoch zu Lasten der Tragkraft und der
  Geschmeidigkeit geht
- Da geflochtene Schnüre vorwiegend beim Distanzfischen eingesetzt werden, sollten diese auftreiben, denn, wenn
  man auf eine grössere Entfernung angelt, können sich immer feste Hindernisse(Steine, Muscheln, Äste etc.)  
  zwischen der ausgelegten Montage und dem Ufer befinden.
- Sinkende Geflechtschnüre können, abgesehen von diesen Hindernissen, auch mit Pflanzen- und Krautfeldern in   
  Kontakt geraten und für viel Ärger sorgen. Diese Geflechtschnüre versinken vollständig in einem Kraut- bzw.
  Pflanzenfeld, anstatt darüber zu schweben. Bei einem Biss muss nun zuerst die Schnur daraus befreit werden, was
  ziemlich anstrengend sein kann, bevor man dann Kontakt mit dem gehakten Fisch aufnehmen kann.
  Bis dahin kann sich dieser jedoch bereits in ein Hindernis geflüchtet haben oder sich so im Kraut festsetzen, dass
  man ihn u.U. verliert.
- Deswegen, wann eine schwimmende Geflechtschnur verwendet wird, immer eine entsprechend lange Schlagschnur
  aus Flourocarbon oder einfach eine stärkere Mono vorschalten, sodass nur die Schlagschnur auf dem Grund liegt, 
  was ja gewollt ist und die Hauptschnur auftreibt, sodass man bei einem Biss sofort auf die Flucht des gehakten
  Fisches reagieren kann.

Ausserdem hat man bei einem Biss immer den direkten Kontakt zum Zielfisch für einen dosierten Anhieb.
Auch auf grössere Distanz hat man immer direkten und früheren Fischkontakt mit einer geflochtenen Leine, da hier kaum Dehnung vorhanden ist und bei Verwendung eines Bissanzeigers dieser viel früher reagiert, als bei einer Mono-Schnur.
Geflochtene Schnüre machen also das Angeln auf Distanz viel effektiver! Geflecht bietet hier die Möglichkeit, Karpfen auch dort zu fangen, wo man mit Monofilschnüren keine Chance hat.
Kurbelt man die Montage an geflochtener Schnur ein, löst sich das Grundblei direkt vom Boden und steigt zur
Oberfläche. Beim Einkurbeln mit Mono-Schnur, wird das Blei nicht selten mehrere Meter über den Grund geschleift,
was die Wahrscheinlichkeit eines Hängers vergrössert.

Schnur-Info: Was können Fische unter Wasser wirklich sehen?
Der Fisch unterscheidet unter Wasser nur Kontraste.(dunkel/hell)
Hierbei bilden 2 Farben den grössten Kontrast: schwarz und rot. Alle anderen Farben sieht der Fisch nicht!!!
Deshalb ist es egal, welche Farbe die Schnur hat, ob  blau, gelb, braun, grün, weiss.
Die Wahrscheinlichkeit, dass der Fisch die Schnur sieht, ist sehr gering, selbst bei der beliebten Schlagschnur oder
dem Leadcore. Und diese sind nun wahrlich nicht dünn.

Wichtig ist jedenfalls, dass die Schnur beim Grundangeln auf den ersten Metern flach auf dem Grund aufliegt.
(notfalls muss hier mit
entsprechender Bebleiung nachgeholfen werden) Dann werden die Fische auch nicht misstrauisch und schöpfen keinen Verdacht.

Wir bieten folgende multifile/geflochtene Hauptschnüre von hoher Qualität, made in Germany,  als SPECIMEN-LINE zum erfolgreichen Karpfen-/Feeder-/Grundangeln im Online-Shop an:

-  0.16 mm /   5 kg
-  0.19 mm /   6 kg
-  0.22 mm /   7 kg
-  0.25 mm /   9 kg
-  0.28 mm / 11 kg
-  0.33 mm / 15 kg
-  0.38 mm / 20 kg
 

Weiterführende Links:

geflochtene Angelschnüre -Tipps-

geflochtene Angelschnüre -Info-

Infos zu Dyneema®


Ratgeber und Tipps zum Karpfenangeln mit geflochtener Hauptschnur

Wir werden desöfteren gefragt, was wir von einer geflochtenen Hauptschnur beim Karpfenangeln halten.
"Nicht viel!" hätte unsere Antwort noch vor Jahren gelautet. Denn wir selbst standen diesen Schnüren eher
skeptisch gegenüber.
Viel zu groß war die Angst, dass ein Fisch im Drill aufgrund der fehlenden Dehnung auszuschlitzen könnte.

Doch die Zeiten haben sich geändert, auch wir haben dazugelernt und unsere Meinung grundlegend geändert.

Die Einsicht kam uns vor einigen Jahren.
Damals angelten wir in einem Natursee, inmitten großer Krautfelder, auf eine Entfernung von ca. 200 m. Nach der ersten Nacht ohne Fisch mussten wir feststellen, dass die Montagen im Kraut festhingen, obwohl wir sie auf einer Kiesbank, neben einem grösseren Krautfeld, abgelegt hatten.
An einer der im Kraut hängenden Montagen hing noch ein grosser Spiegler am Haken.
Hier stimmte eindeutig was nicht. Hatten wir den Biss verschlafen? War der Bissanzeiger defekt?
Eine ähnliche Situation ereignete sich wieder bei einer Nachtsitzung. Der Bissanzeiger gab nur ein paar Pieptöne
von sich. Als die Rute aufgenommen wurde, war kein Zug eines Fisches zu spüren. Erst nach längerem Schnur-
Einkurbeln konnte schliesslich Kontakt zum Fisch herstellt werden.
Was war passiert: Der (übrigens kleine) Karpfen hatte den Köder aufgenommen und war mit ihm in einem Bogen
davongeschwommen. Wären dort Hindernisse gewesen, wäre er sicherlich dort hineingeschwommen und hätte
sich festgesetzt, ohne dass der Bissanzeiger Alarm gegeben hätte.

Ein Test brachte uns schliesslich die Gewissheit. Wir legten eine Rute auf ca.150 m aus. Ein Angel-Kumpel
tauchte zur Montage und versetzte diese mitsamt dem Blei um etwa 10 m. Trotz sensibelster Einstellung blieb
der Bissanzeiger stumm und auch der Swinger verharrte in seiner eingestellten Position.

Entgegen unserer Gewohnheit spulten wir nun die uns so suspekte, geflochtene Schnur, auf unsere Rollen.
Sehr skeptisch fuhren wir dann ans Wasser, um diese zu testen. Plötzlich kam Leben in die Bissanzeiger.
Wir fingen nun die Fische, die wir zuvor verschlafen hatten. Ausserdem mussten wir feststellen, dass die Angst,
Fische durch Ausschlitzen zu verlieren, bei einem entsprechenden Drillverhalten völlig unbegründet war.
Trotz kräftiger Karpfenruten ging bei diesem Ansitz nicht ein Fisch verloren.

Fazit: Im Zeitalter des modernen Karpfenangelns auf extreme Entfernungen werden von immer mehr Anglern die neuesten Rigs und die fängigsten Köder verwendet.
Ein Grossteil der Karpfenangler legt mit dem Boot die Montagen auf grössere Entfernungen ab.
Doch über die Bisserkennung machen sich die Wenigsten Gedanken. Auf grosse Entfernungen, von 150 m
und mehr, dehnt sich eine Monofilschnur wie ein Gummiband.
Oftmals sitzt der Fisch bereits in einem Hindernis fest, ehe der Bissanzeiger reagiert.

Ein großer Nachteil der geflochtenen Schnur ist jedoch der starke Auftrieb. Angelt man auf große Entfernungen, so können hierbei Probleme auftauchen. Die Schnur schwimmt auf der Oberfläche und ist daher wind- und strömungsanfällig. Hierbei kann schlimmstenfalls sogar die Montage versetzt werden.
Auch Absenkbleie sind nicht die Lösung, den diese wiederum verschlechtern die Bisskennung.
Der nächste Punkt ist die Tragkraft und Abriebfestigkeit der geflochtenen Schnur.
Mühelos durchschneidet eine Muschel eine Flechtschnur. Ausserdem sind die Tragkraftangaben der meisten Hersteller geschönt bzw. stark übertrieben.
Ein kurzer, starker Ruck, eine schnelle, kräftige Flucht von einem kapitalen Fisch und der Knoten ist gerissen.

Die Lösung des Problems:

Nach längerem Testen haben wir nun die für uns optimale Kombination gefunden. Die Specimen Line von Raptor®. Sie ist rundgeflochten und nicht gecoatet.
In den Durchmesssern 0.22 mm - 0.28 mm, in Verbindung mit 15 m - 30 m unserer 0.60 mm
Raptor®. Mono-Line Schlagschnur in der Farbe clear. Diese Schlagschnur ist etwas weicher, verdrallt daher kaum und ist fast
unsichtbar für den Fisch.
Sie hat ausserdem eine sehr gute Abriebfestigkeit und bietet in der Endphase des Drills optimale Sicherheit durch Dehnung und enorme Tragkraft. Auch mit versunkenem Holz kommt diese Mono sehr gut zurecht. Sie schneidet nicht in das meist weiche Holz ein und kann sich daher nicht dort festsetzen.
Ausserdem wird die geflochtene Hauptschnur geschont. Eine Rollenfüllung sollte einige Jahre halten.
Somit hat sich der hohe Anschaffungspreis wieder bezahlt gemacht. Mit diesen Schnüren kann man ohne
Probleme noch in einer Entfernung von 500 m angeln.

Die Montagen hierbei sind einfach gehalten: Bolt Rig oder semifixed Montagen mit stabilem Bleiclip oder Inliner.
Bei deser Art der Karpfenangelei sind natürlich schwerere Bleigewichte erforderlich: zwischen 150 gr. und 300 gr.,
je nach Entfernung.
Man kann Vorfächer mit einer Ummantelung verwenden. Bei Bedarf kann der hintere Teil entfernt werden.
In Verbindung mit dem No knot bleibt das Vorfach im vorderen Teil somit schön steif.
oder:
Man benutzt ein zweiteiliges Vorfach. Der hintere Teil besteht aus steifer Flourocarbon-Schnur,
(0.38 mm - 0.46 mm) der vordereTeil aus Geflecht. (25 lbs)
Man bindet an das Ende der jeweiligen Schnur einen haltbaren Schlaufenknoten und verbindet dann beide
Schnüre miteinander. Dies wirkt wie eine Art bewegliches Gelenk. Wir haben mit dieser Montage nur beste
Erfahrungen gemacht.

Wir benutzen sinkende Hakenköder. Nun können die Grosskarpfen kommen.
Beim Spannen der Schnur sollte man vorsichtig zu Werke gehen, denn der Kontakt zum Blei erfolgt mit geflochtener Schnur viel schneller, als mit Mono.
Eine versetzte Montage vermittelt kein gutes Gefühl. Der Drill der Fische gestaltet sich am sichersten vom Boot aus, das ohnehin zum Auslegen der Ruten erforderlich ist. In der Anfangsphase des Drills sollte man so wenig Druck, wie möglich, auf den Fisch ausüben, bis man sich mit dem Boot über ihm befindet. Dann kann eigentlich recht stramm gedrillt werden, da die Mono-Schlagschnur in Verbindung mit dem Boot wie ein Puffer wirkt.
Ein leidiges Thema bei dieser Angelei ist der Verschleiß der Schlagschnur. Diese sollte nach jedem Drill sorgsam überprüft und bereits bei kleinsten Beschädigungen unbedingt ersetzt werden, da ansonsten ein Schnurbruch in
Extremsituationen vorprogrammiert ist.
Eine geflochtene Schnur ist bestimmt nicht die Lösung für alle Situationen am Wasser, doch kann sie manchmal entscheidend sein über Erfolg oder Misserfolg.

 

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